Die Entwicklung unserer Welt ist nicht nachhaltig. Unsere heutigen Lebensstile, unsere Produktions- und Konsummuster und unsere Mobilität sind ressourcenintensiv und umweltbelastend. Der sich verschärfende globale Wandel lässt nur wenig Zeit, innerhalb der wir unser heutiges Lebens- und Wirtschaftsmodell mitgestalten und in ein langfristig tragfähiges Modell überführen können. Zum raschen und wirksamen Umsteuern wird umfassenderes Wissen benötigt, nicht nur über neue Technologien und sektorale Anpassungsstrategien, sondern auch über Systemzusammenhänge und Ziele sowie über die Gestaltung von Transformationsprozessen. Über dieses System-, Orientierungs- und Transformationswissen und die dafür erforderlichen Kompetenzen verfügen wir bestenfalls in Ansätzen. Umso mehr sind wir heute gezwungen, Verantwortung wahrzunehmen und Weichenstellungen in Richtung einer nachhaltigen Weltgesellschaft vorzunehmen. 

In diesem Kontext finden Sie hier in loser Folge mögliche Ansätze zur Verbesserung der Bedingungen für nachhaltige Entwicklung.


Deutsche Aktionstage Nachhaltigkeit 2017 - Jetzt Aktionen eintragen

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) ruft vom 30. Mai bis 5. Juni 2017 zu den sechsten Deutschen Aktionstagen Nachhaltigkeit auf. Ab sofort können Interessierte auf tatenfuermorgen.de eigene Aktionen eintragen. Die Initiative richtet sich an Privatpersonen, Vereine, Unternehmen, Kommunen und andere Gruppen, die sich im Bereich Nachhaltigkeit engagieren.

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Studie zu nachhaltiger Entwicklung in Lehrwerken zur Volkswirtschaft mahnt Defizite an

Abbildung Bücher vor einer Bücherwand auf einem Tisch
Studie "Didaktische Aspekte der Nachhaltigen Entwicklung in aktuellen VWL-Lehrbüchern in der schulischen Bildung"

Eine neue Studie der Lokalen Agenda Düsseldorf untersucht, inwieweit Fragen der Ressourcenbildung in volkswirtschaftlichen Schulbüchern behandelt werden. Darin zeigt sich, dass Problemstellungen einer nachhaltigen Entwicklung in fast allen Lehrwerken prinzipiell erläutert werden, jedoch erhebliche Defizite zu verzeichnen sind. Denn: Traditionelle ökonomische Modelle bleiben von dieser Einsicht zumeist unberührt. Es herrscht insbesondere ein absoluter Mangel an entsprechenden Fachbegriffen wie „Ressourceneffizienz /-produktivität“, „Rebound-Effekt“, „Suffizienz“ oder „Kreislaufwirtschaft“. Selbst der Begriff des „Recycling“ findet bestenfalls als schemenhafte Idee Erwähnung, ohne dass Wertschöpfungsketten ausführlicher behandelt würden. Des Weiteren fehlt zumeist eine ausführliche Darstellung potentieller Strategien zur Überwindung der „Nicht-Nachhaltigkeit“.

Die Studie "Didaktische Aspekte der Nachhaltigen Entwicklung in aktuellen VWL-Lehrbüchern in der schulischen Bildung" zeigt zugleich, wo volkswirtschaftliche Lehrwerke bereits heute für eine nachhaltige Wirtschaftsbildung nutzbar sind - und wo weiterhin Leerstellen, Widersprüche und veraltete Bildungsinhalte zu finden sind.

Die Studie gibt Anregungen, wie Ressourcenbildung auch bei heute gültigen Bildungsplänen bereits in den VWL-Unterricht integriert werden kann. Gleichzeitig wird deutlich, dass Curricula und die darauf ausgerichtete Schulbuchliteratur dringend einer Überarbeitung im Sinne einer ressourcenleichten Ökonomie bedürfen.

 

Quelle und Download der Studie hier...