... auch hier (noch) etwas zu nachhaltiger Entwicklung???

Ist heute nicht alles „nachhaltig"? Doch Nachhaltigkeit in Unternehmen, Bildungseinrichtungen sowie in Politik und Verwaltung realisiert sich nicht allein durch Nachhaltigkeitsberichte.

Nachhaltige Entwicklung - so der korrekte Begriff - als Entwicklungs- und Überlebenskonzept charakterisiert alle Ebenen der Natur. Auch erfolgsorientierte Wertschöpfungsketten, Unternehmensbereiche und wirtschaftlich bestimmte Organisationsformen basieren darauf. Durch Prozessgestaltung mit dem Ziel nachhaltiger Entwicklung lassen sich Tragfähigkeit, Stabilität sowie Flexibilität in jedem Tätigkeitsbereich erhöhen. Und das zählt! Was zu oft nicht bedacht wird: Das Gegenteil von Nachhaltigkeit ist „Kollaps“!

„Nachhaltige Entwicklung ist Ziel und Ergebnis eines systemübergreifenden, kulturdeterminierten Ressourcen-Nutzungskonzepts und zugleich Methode, bei der der Erhalt von Stabilität und die Bewahrung wesentlicher Eigenschaften von Systemen sowie deren natürliche Regenerationsfähigkeit im Vordergrund stehen, ohne nebengelagerte sowie unter- und/oder übergeordnete Systeme in ihrem Gleichgewicht zu beeinträchtigen.“ 

Durch bewusste Nutzung von Rückkopplungen, Entwicklung von Möglichkeiten des Ausgleichs sowie Schaffung von Fließgleichgewichten innerhalb und zwischen Unternehmen, Einrichtungen und Teilen der Gesellschaft wird deren nachhaltige Entwicklung unterstützt. So kann auf veränderliche Anforderungen besser reagiert und können angestrebte Ziele zweckmäßig verfolgt werden. Wesentliche Prozesse müssen dafür unter ganzheitlichen Aspekten gestaltet werden: Als Gesamtheit grundlegend optimierter Abläufe und Strukturen, die in erfolgreiches Management von Wissen und Handlungen münden. Ziel nachhaltiger Entwicklung ist nicht finanzieller Gewinn, sondern die Verstetigung erfolgreicher [evolutionär bestätigter] Strategien z.B. in Unternehmen oder anderen Zweckgemeinschaften [Symbiose].

Für Implementierung und Umsetzung solchen auf langfristigen Erfolg ausgerichteten Handelns gilt die Maxime „Um-Lernen“ statt „Dazu-Lernen“.


Aktuelles

Weltbildungsbericht 2016 • Nachhaltige Entwicklung durch Bildung gestalten. Erst 2042 erhalten alle Kinder weltweit eine Grundschulbildung

(3.9.2016 j.a./unesco) Bildung ist für nachhaltige Entwicklung unverzichtbare Grundlage und bestimmender Faktor. Der UNESCO-Weltbildungsbericht 2016 zeigt jedoch, dass bei anhaltenden Trends erst im Jahr 2042 alle Kinder weltweit eine Grundschulbildung erhalten werden. Berechnungen zufolge wird eine universelle

  • untere Sekundarschulbildung (in Deutschland Abschluss Sekundarbereich I) erst 2059 erreicht,
  • eine universelle obere Sekundarschulbildung (in Deutschland Fach-/Hochschulreife oder abgeschlossene Lehrausbildung) nicht bis zum Jahr 2084.

Die Globale Nachhaltigkeitsagenda der Vereinten Nationen sieht vor, eine chancengerechte, inklusive und hochwertige Bildung für alle bis 2030 sicherzustellen. 

Der Weltbildungsbericht wird am 6.9.2016 veröffentlicht werden. ... weiterlesen

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