Vulnerabilität

Nachfolgend eine Kurzübersicht über Vulnerabilität im Sinne (1.) nachhaltiger Entwicklung und (2.) aus Sicht des Bevölkerungsschutzes

Vulnerabilität bezeichnet allgemein die Anfälligkeit, Empfindlichkeit oder Verletzbarkeit eines Systems, einer Gemeinschaft oder von Individuen gegenüber Gefahren, Störungen oder Katastrophen.
Sie entsteht aus dem Zusammenwirken von:

  1. Exposition – Wie stark ist ein System einer Gefahr ausgesetzt?
  2. Sensitivität – Wie stark wirken sich Schäden aus?
  3. Bewältigungskapazität (Coping Capacity) – Welche kurzfristigen Möglichkeiten zur Schadensbegrenzung bestehen?
  4. Adaptive Kapazität – Wie gut kann man Strukturen langfristig anpassen?

1. Vulnerabilität im Sinne nachhaltiger Entwicklung

Nachhaltige Entwicklung betont, dass Vulnerabilität häufig strukturell verursacht ist – z. B. durch

 

  • soziale Ungleichheit,
  • mangelnde Vorsorge,
  • unzureichende Infrastruktur,
  • ökologische Degradation.

2. Vulnerabilität im Bevölkerungsschutz

Vulnerabilität beschreibt, wie sehr Menschen, Infrastrukturen, Versorgungssysteme oder staatliche Institutionen durch Ereignisse beeinträchtigt werden können (z. B. Stromausfall, Überschwemmung, Cyberangriff).

 

Vulnerabilität ist damit nicht "naturgegeben", sondern kann durch politische Entscheidungen reduziert oder verstärkt werden.